Was ist ein Zine?
Ein Zine – gesprochen wie „Sien“, die Kurzform von Magazine – ist ein selbstgemachtes Heft in kleiner Auflage. Zines entstanden als Fanzines, Hefte von Fans für Fans, und wurden in der Punk-Szene mit Schere, Kleber und Kopierer berühmt. Heute gibt es Zines über alles: Fotoserien, Comics, Rezepte, Gedichte, Reisen, das eigene Viertel.
Die bekannteste Form ist das Mini-Zine oder Faltbüchlein: acht kleine Seiten aus einem einzigen Blatt. Es braucht keinen Kleber und keinen Tacker, nur einen Schnitt. Genau darum geht es in dieser Anleitung.
Was du brauchst
- Ein Blatt Papier, am besten DIN A4 mit 80 bis 100 g/m²
- Eine Schere oder einen Cutter mit Lineal
- Stifte, Fotos, Zeitungsausschnitte, Kleber – was du gestalten möchtest
- Einen Drucker oder Kopierer, wenn du mehrere Exemplare willst
- Optional ein Falzbein oder einen Löffelrücken für scharfe Knicke
Wie die Seiten angeordnet sind
Das Blatt wird in acht gleich große Felder geteilt: zwei Reihen mit je vier Feldern. Damit nach dem Falten alles in der richtigen Reihenfolge und richtig herum steht, steht die obere Reihe auf dem Kopf. Der Titel liegt unten rechts, die Rückseite links daneben.
Tipp: Falte zuerst ein leeres Probeblatt nach der Anleitung unten und schreib die Seitenzahlen hinein. Aufgeklappt hast du deine eigene Vorlage und siehst sofort, wo welche Seite hinkommt und wie herum.
Falten und schneiden in sechs Schritten
Lege das Blatt quer vor dich, die gestaltete Seite nach unten. Knicke jede Falte kräftig nach – je schärfer die Kanten, desto schöner wird das Heft.
Längs falten
Den Bogen mit der bedruckten Seite nach außen längs in der Mitte falten und gut knicken. Wieder aufklappen.
Quer falten
Quer in der Mitte falten, sodass die kurzen Kanten aufeinanderliegen. Wieder aufklappen.
Außenkanten zur Mitte
Beide kurzen Kanten zur Mittellinie falten. Jetzt hat der Bogen acht Felder. Alles wieder aufklappen.
Ein Schnitt
Quer in der Mitte falten und vom Falz aus bis zur nächsten Faltlinie schneiden – genau durch die zwei mittleren Felder, nicht weiter.
Aufstellen
Längs gefaltet hinstellen und die Enden zusammenschieben. Die Mitte öffnet sich zu einem Kreuz.
Zuklappen
Die Seiten um den Titel herum zusammenlegen. Fertig ist dein Zine.
Ideen für dein erstes Zine
- Ein Tag in acht Fotos – vom Frühstück bis zum Sonnenuntergang
- Dein Viertel – die besten Ecken, Cafés und Geheimtipps
- Urlaubserinnerungen – als kleines Geschenk für die Mitreisenden
- Lieblingsrezepte – eines pro Seite
- Ein Comic oder eine Kurzgeschichte in acht Bildern
- Eine Anleitung für etwas, das du gut kannst
- Eine Einladung zum Geburtstag oder zur Party
- Ein Heft über einen Menschen – Fotos und Erinnerungen als persönliches Geschenk
Acht Seiten sind schnell gefüllt. Weniger ist hier mehr: ein Bild oder ein kurzer Satz pro Seite wirkt oft stärker als viel Text.
Drucken und kopieren
- Immer mit 100 % bzw. „Tatsächliche Größe“ drucken, nicht „An Seite anpassen“ – sonst stimmen die Felder nicht.
- Die meisten Drucker lassen einen weißen Rand. Wichtiges wie Text hältst du deshalb etwa 5 mm vom Blattrand weg.
- Schwarzweiß-Kopien sind günstig und haben den klassischen Zine-Look. Farbiges Papier macht viel her.
- Im Copyshop das Original mitbringen und „100 %, einseitig“ sagen.
- Mit Cutter und Lineal wird der Schnitt gerader als mit der Schere.
Der schnelle Weg: am Computer oder Handy
Die Seiten auf dem Kopf von Hand anzuordnen, ist die häufigste Fehlerquelle. Mit Zineshot passiert das automatisch: Du wählst deine Fotos, gestaltest die Seiten ganz normal von 1 bis 8, und Zineshot erstellt ein druckfertiges PDF, in dem jede Seite an der richtigen Stelle steht – inklusive Falzlinien. Kostenlos, ohne Konto, und deine Fotos bleiben auf deinem Gerät.

Für mehr als acht Seiten kann Zineshot auch Klammerhefte mit bis zu 24 Seiten erstellen. Mehr über Zineshot
Häufige Fragen
Wie viele Seiten hat ein Mini-Zine?
Acht – Titel und Rückseite eingerechnet. Für mehr Seiten legt man mehrere Blätter ineinander und heftet sie in der Mitte: ein Klammerheft.
Welches Papier eignet sich?
Normales Drucker- oder Kopierpapier mit 80 bis 100 g/m². Dickeres Papier bricht beim Falten und lässt sich schlecht zusammenlegen. Schwarzweiß auf farbigem Papier sieht besonders gut aus.
Geht es auch ohne Schneiden?
Für diese Faltung nicht: Der eine Schnitt in der Mitte macht aus dem Blatt ein Heft. Ohne Schnitt bleibt es ein gefalteter Bogen.
Wie mache ich mehrere Exemplare?
Ein Original gestalten und dann drucken oder kopieren. Im Copyshop kostet eine Schwarzweiß-Kopie wenige Cent – so entstehen schnell 20 oder 50 Hefte zum Verschenken oder Tauschen.
Was ist der Unterschied zwischen Zine und Fanzine?
Fanzines waren Hefte von Fans für Fans, etwa über Bands oder Science-Fiction. „Zine“ ist heute der allgemeine Begriff für jedes selbstgemachte Heft in kleiner Auflage – egal zu welchem Thema.
Kann ich ein Zine auch am Handy gestalten?
Ja. Mit Zineshot wählst du Fotos auf dem Handy oder Computer aus, gestaltest die Seiten und bekommst ein druckfertiges PDF – kostenlos und ohne Konto.
Leg los mit deinem ersten Zine
Acht Fotos genügen. Zineshot ordnet die Seiten für dich an – du musst nur noch falten.
Jetzt Zine machen